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Naturschallwandler / Kugelschall

Das natürlichste Hörerlebnis und die gesündeste Art der Schwingungsaufnahme über Ton können wir mit der Nutzung von sogenanntem Kugelschall erleben. Dazu wird ein spezielles Lautsprechersystem mit Naturschallwandlern genutzt. Mit diesen Systemen entsteht ein besonders natürlicher, dreidimensionaler Raumklang, der von vielen Menschen als sehr wohltuend und entspannend empfunden wird.

Bei der Nutzung von Kugelschall über Naturschallwandler werden folgende Aspekte berücksichtigt:

  • In der Natur breiten sich Geräusche von ihrem Ursprungspunkt aus gleichmäßig in alle Richtungen – also kugelförmig – im Raum aus. Dies ist vergleichbar mit den kreisenden Wellen, die entstehen, wenn ein Stein ins Wasser fällt.
  • Herkömmliche Lautsprecher strahlen den Schall gerichtet und mit spürbarem Druck nach vorne ab. Naturschallwandler hingegen richten die Schallwellen vertikal auf einen speziell geformten Reflektor (den sogenannten Campanoiden). Der Schall wird dadurch ungerichtet und nahezu drucklos im gesamten Raum verteilt.
  • Stellen Sie zwei Naturschallwandler im Raum auf, durchdringen sich die Kugelwellen. Es entsteht ein dreidimensionales Klangfeld, auch akustisches Hologramm oder Klang-Hologramm genannt. Der Ton klingt überall im Raum gleich gut, ohne dass man direkt vor den Boxen sitzen muss.
  • Neben dem reinen Musikgenuss werden Naturschallwandler oft für Entspannung, Meditation oder in der alternativen Hörtherapie (etwa bei Tinnitus) eingesetzt.

Die Hörregeneration mit Naturschallwandlern basiert auf der Idee, dass das Gehirn verlernt hat, akustische Reize richtig zu verarbeiten. Das Hörtraining setzt genau dort an, indem es das Zusammenspiel zwischen Innenohr, Gehirn und Raumortung gezielt trainiert.

Der Ablauf und die Wirkungsweise der Therapie gliedern sich in folgende Schritte:

1. Die akustische Diagnose (Hörfeldmessung)
Bevor das eigentliche Training beginnt, ermittelt ein zertifizierter Hörtrainer die individuelle Hörthematik. Zusätzlich zum Standard-Audiogramm beim HNO-Arzt (dort werden Frequenzen getestet) wird hier analysiert:

  • Wie gut kann die Testperson Klänge im Raum räumlich orten?
  • Gibt es eine Rechts-Links-Dysbalance (Hörasymmetrie)?
  • Welche Frequenzbereiche im Innenohr sind „abgeschaltet“ oder blockiert?

2. Das Training im „akustischen Hologramm“
Der Patient sitzt exakt im Zentrum zwischen zwei Naturschallwandlern. Da diese den Klang als dreidimensionale Kugelwelle abgeben, sitzt er er ausgerichtet im akustischen Hologramm.

  • Druckfreie Stimulation: Herkömmliche Kopfhörer oder Lautsprecher senden Schall mit hohem Schalldruck direkt ins Ohr, was das System stresst. Die Kugelwellen der Naturschallwandler treffen nahezu drucklos auf das Trommelfell. Das Innenohr entspannt sich und öffnet sich für die sanfte Impuls-Aufnahme
  • Gezielte Raumübungen: Der Therapeut spielt komplexe Naturgeräusche oder Musik ein. Der Patient muss nun aktiv orten, von wo genau ein Geräusch kommt, wohin es wandert oder wie tief es im Raum liegt.

3. Was passiert dabei im Gehirn und im Ohr?

Das Training nutzt die Neuroplastizität (die Formbarkeit) des menschlichen Gehirns.

  • Re-Synchronisation: Das Gehirn wird gezwungen, die Signale vom linken und rechten Ohr wieder synchron zusammenzuführen.
  • Reaktivierung von Hörzellen: Durch das breite, ungerichtete Frequenzspektrum werden „schlafende“ oder träge gewordene Sinneszellen im Innenohr sanft stimuliert und wieder in Schwingung versetzt.
  • Filterfunktion neu erlernen: Schwerhörige Menschen leiden oft darunter, dass sie in lauten Umgebungen Stimmen nicht mehr herausfiltern können. Das Training schult das Gehirn darin, Nebengeräusche wieder automatisch auszublenden.

Nach Erwerb eines Kugelschall-Systems, Anpassung und Einweisung kann der Ablauf in Heimanwendung durchgeführt werden. Auch für die HiRes-ringing-ear-music eignet sich das Naturschallsystem perfekt.

Typische Anwendungsgebiete

  • Tinnitus: Das Gehirn generiert den Tinitus-Ton oft als „Ersatz“, weil bestimmte Frequenzen nicht mehr vom Ohr geliefert werden. Werden diese Bereiche durch den Naturschall wieder angeregt, kann das Gehirn den Tinnitus-Ton senken oder ganz abschalten.
  • Altersschwerhörigkeit & Hörsturz: Das Wiedererlernen von verloren geglaubten Frequenzen.
  • Hyperakusis (Geräuschüberempfindlichkeit): Das Gehör lernt durch den drucklosen Klang, dass Schall keine Bedrohung darstellt, und reguliert die Überempfindlichkeit herunter.

Das Training wird meist in mehreren Einzelsitzungen über einige Wochen gestreckt und oft durch gezielte Audio-Übungen für zu Hause ergänzt. Erste Erfolge zeigen sich oft bereits nach 2-3 Monaten.